Mauretanien 2013/14

27.12,2013 Illerberg – Montloucon

820km / 820km

Diesmal soll es mk 2 Lkw’s auf eine große Tour durch

Mauretanien mit einem Abstecher nach Dakar/Senegal gehen.

Wir treffen uns um 9 Uhr morgens mit Torsten und Gerda und starten Richtung Stuttgart, Karlsruhe, Mulhouse und dann die Route Express bis Montloucon. Gegen 21:30 übernachten wir auf einem Rastplatz.

28.12.2013 Montloucon – Richtung Madrid

930km/1750km

Wir starten Punkt sieben Uhr und fahren weiter über Angouleme, Bordeaux, San Sebastian bis ca. 100km vor Madrid und übernachten auf einem Autobahnparkplatz. In Miranda del Ebro finden wir vorher noch einen Supermarkt, wo wir letzte Einkäufe machen und unser Silvester-Menue besorgen.

 

29,12,2013

776km/2526km

Wir starten wieder um Punkt sieben.

Schon um 8 erreichen wir Madrid und kommen äußerst zügig durch,  Nach ca. 300km Fahrt verabschiedet sich der Auspuffkrümmer vom Magirus- hört sich kernig an aber auf die Dauer doch etwas zu laut und so muss ein Blechdeckel improvisiert werden,

Einige km nach Malaga kaufen wir unsere Fähr-Tickets und wollen noch die 10 Uhr Fähre erreichen,

50km vor Algeciras verabschiedet sich unsere Not-Reparatur – wir fahren weiter bis zur Fähre und erreichen den Hafen gegen halb neun.

Wir setzen noch über und erreichen gegen 23:00 Uhr Tanger Med.

Die Zollformalitäten dauern wieder mal extrem lange und so übernachten wir gegen 1 Uhr vor dem Hafengelände.

30.12,2013 Tanger – Bengueir

611km / 3171km

 

Um 8 öffnet die Bank, es wird Geld gewechselt und wir fahren Richtung Tetuan um einen „Dorfschmied“ für die Auspuff-Reparatur zu finden.

In einer kleinen Karosseriewerkstatt finden wir eine Künstler das Teil mit dem Autogenbrenner wir dicht schweißt – wohl besser als neu.

Das Ganze dauerte nicht mal eine Stunde und so machen wir uns auf den Weg Richtung Autobahn und Agadir.

 

 

31.12,2013  Benguir – Ksar Tafnidilt

581km / 3752km

 

Wir starten um 7:15Uhr und fahren die Autobahn weiter, vorbei am Marrakesch bis Agadir.

In Agadir erledigen wir nach letzte Einkäufe (den Metro gibt´s nicht mehr, dafür aber einen ander großen Supermarkt).

Auf Landstraßen geht es weiter Richtung Tan Tan. Kurz vor Tan Tan biegen wir auf die Piste zum Ksar Tafnidilt. Dort verbringen wir unseren Silvesterabend.

An dieser Stelle wünschen wir allen zu Hause gebliebenen ein Gutes Neues Jahr !

 

01.01.2014 Tfnidilt – Layyoune

423km / 4175km

 

Wir fahren gegen 11 Uhr ab, nach 6km Piste sind wir wieder auf der Hauptstraße.

Ca. 100km hinter Tan Tan gibt es wieder den ersten billigen Diesel.

Die Fahrt geht weiter bis Layyoune, dort werden alle Tanks voll gemacht und suchen uns nach ca. weiteren 100km einen Stellplatz an der Steilküste.

02.01.2014 hinter Layyoune – Dakhla

416km / 4591km

 

Wir fahren um 9 Uhr los, weiter bis Boujdour. Hier wird noch mal Geld gewechselt und leckeren Fisch fürs Abendessen gekauft.

Wir übernachten auf einem Stellplatz ca. 30km vor Dakhla.

 

03.01.2014 Dakhla – Nouadhibou

403km / 4994km

 

Wir starten um 8 und wollen gegen Mittag an der Grenze sein.

Wir erreichen das Motel Barbas um 11:30, von dort sind es noch 80km bis zur Grenze nach Mauretanien.

Wir füllen noch mal malle Tanks, essen gemütlich zu Mittag und machen uns auf den Weg  zur Grenze.

Auf marokkanischer Seite verlaufen die Formalitäten diesmal überraschend zügig.

Wir fahren nach nicht mal 1 h durchs verminte Niemandsland und erreichen nach 6km dem Mauretanischen Grenzposten.

Wir genehmigen uns für 10 EUR pro Fahrzeug einen Schlepper, der seine Arbeit wirklich gut macht und jeden Cent wert ist.

Alle Formalitäten werden von ihm erledigt und wir können auf unkomplizierte Weise einreisen.

In Nouadhibou angekommen müssen wir auf Umwegen zum Camping Abba fahren, da wir sonst mitten in der Stadt in eine Freitags-Demo gekommen wären.

Dank GPS finden wir den Camping jedoch ohne Probleme.

Wir erreich den Platz gegen 17:00 Uhr

 

04.01.2014 Noadhibou – Arkeis

248km / 5242km

Der Plan ist, durch den Parque de Banque d´Arguin und dann weiter die Strandpiste bis Nouakchott zu fahren. Einziger Haken dabei – in den Nationalpark dürfen nur Fahrzeuge bis 3.5t fahren. So beschließen wir Ahmedi für 2 Tage als Führer zu engagieren, der besorgt für akzeptables Geld eine Sondergenehmigung und so starten wir gegen 15 Uhr in den Park. Das war natürlich viel zu spät und so erreichen wir das Camp in Arkeis erst um 20:30 Uhr bei Dunkelheit. Erstaunlich wie Ahmedi bei Dunkelheit querfeldein den Weg findet und wir am Ende tatsächlich wieder auf der Piste nach Arkeis landen.

 

05.01.2014 Arkeis – Nouakchott

283km / 5525km

Abfahrt ist heute um 9 Uhr. Wir erreichen gegen Mittag Nouamghar, den südlichsten Punkt des Nationalparks. Dort beginnt die eigentliche Strandpiste. Wir legen dann eine Zwangspause ein da der Strand wegen Flut nicht vor 15 Uhr befahrbar ist. Die ersten km sind recht beschwerlich, da wegen des hohen Wasserstandes noch im relativ weichen Sand gefahren werden muss, es wird jedoch mit fortschreitender Ebbe immer besser und wir können dann direkt an der Wasserlinie fahren wo der Sand dann nahezu hart wie Beton ist. Die berühmte Engstelle, die Klippen an der wohl schon etliche Fahrzeuge verzweifelt sind, muss wegen des hohen Wasserstandes landeinwärts umfahren werden. Wir kommen ohne Probleme durch die Dünen und danach kann die Fahrt am Strand fortgesetzt werden. Nach wenigen Kilometern setzten wir Ahmedi an einem Fischerdorf ab (auf seinen Wunsch natürlich). Von unserem Plan, am Strand zu übernachten, rät uns Ahmedi wegen der Gefahr von Banditen ab, so fahren wir noch bis ca. 60km vor Nouakchott am Strand und danach quer auf die Asphalt-Straße nach Nouakchott. Bei Einbruch der Dunkelheit erreichen wir die Hauptstadt und wir steuern den aus früheren Reisen bekannten Campingplatz Terghit –Vacance direkt am Strand an. Vor dem Tor treffen wir schon auf Omar – man könnte fast meinen er hätte auf uns gewartet. Die Wiedersehens-Freude war riesengroß.

 

06.01.2014 Nouakchott

12km /5536 km

Heute gehen wir zur senegalesischen Botschaft um unser Biometrisches Visum zu vervollständigen. Die Bestätigungsmail kam doch schon nach 4 Wochen und ich konnte Sie noch in Noadhibou herunterladen. Außerdem werden noch Kopien der ersten 4 Pass-Seiten benötigt. Gut dass ich mir vor Abfahrt noch  einen mobilen Drucker angeschafft habe, das hat das Ganze enorm vereinfacht. Wir waren um 9 auf der Botschaft, hatten um 10 alles erledigt und können das Visum um 14:30Uhr abholen. Beim Herausgehen treffen wir noch einen Bekannten vom Erzberg-Treffen –  klein ist doch die Welt….

 

07.01.2014 Nouakchott – St.Louis

284km / 5820km

Um 10 ist Abfahrt. Wir tanken noch gut 200l Diesel nach und fahren dann Richtung Senegal. Nach ca. 150km biegen wir auf die Piste nach Diama ab, die ersten 20km der neuen Straße sind bereits fertiggestellt, danach geht es auf der alten Piste und später über den Damm weiter bis zur Grenze. Wir haben uns mental schon auf die Diskussion mit den senegalesischen Zöllnern eingestellt da wir auf das notwendige Carnet für die LKW´s im Vorfeld verzichtet hatten. Die erste Diskussion begann dann schon an Zahlstelle für den Nationalpark, die wollten statt der normalen 200OUG/Person 3000 ohne Quittung abkassieren, weiter ging es mit den mauretanischen Grenzbeamten die an jeder Stelle 10 EUR für was auch immer wollten. Irgendwann und nach weiteren 10 EUR waren wir fast im Senegal und unsere Pässe schon mit Einreisestempeln versehen. Dann kam der Zoll – Einreise mit älteren Autos nur mit Carnet möglich. Jetzt beginnt die Diskussion und das „Aussitzen“. Ich versuche dem Zöllner klar zu machen, dass es bisher nie ein Problem war ohne Carnet einzureisen, ich nun schon das 5. Mal in den Senegal komme und sein schönes Land besuchen möchte. Er blättert durch meinen Pass und sieht den Zollstempel mit seiner Unterschrift vom Vorjahr – es kommt ein Lächeln über seine Lippen – das Eis scheint gebrochen – er bittet uns draußen zu warten und beginnt zu telefonieren. Nach fast 3h kommt sein Kollege, erklärt uns die Preise für die Zoll-Eskorte nach Gambia (die für uns ja eh keinen Sinn machen würde) und stellt uns für jeweils 150 EUR ein Passavent für 6 Tage aus. Unterm Strich billiger als das Carnet vom ADAC und die 6 Tage sind für unsere Pläne genau richtig. Das Versicherungsbüro hat natürlich um 21 Uhr schon lange zu und da uns der Zöllner von der Grenze weg haben wollte regelt er das mit der Versicherung mit Mama vom Büro die im nächsten Dorf auf uns wartet. Ohne Versicherung nach St. Louis zu fahren wäre ein Freibrief für die hiesigen Polizisten. Wir erreichen den Camping Ocean in St. Louis gegen 22 Uhr.

 

8.1.2014 St. Louis – Zebra-Bar

29km / 5849km

Der Camping Ocean ist nicht mehr unter eigener Führung und gehört jetzt mit zum Hotel. Wir beschließen gegen Mittag nach St. Louis in die Altstadt zu fahren und anschließend gleich weiter in die Zebrabar.

 

9.1.2014 Zebrabar

0km /5849 km

Heute gibt es einen Ruhetag in der Zebrabar.

 

10.1.2014 Zebrabar – Reserve de Bandia

188km / 6037km

Um 8:30 starten wir zur Strandpiste Richtung Dakar. Nach einer Stunde erreichen wir den Einstieg zum Strand. Da der Unterschied zwischen Ebbe und Flut derzeit nicht all zu groß ist bleibt relativ wenig Platz zum Fahren. Es ist unvermeidlich dass uns die eine oder andere Welle trifft und so werden die LKW´s einer gründlichen Spülung unterzogen – leider mit Salzwasser. In Kayar verlassen wir die Piste und fahren weiter bis zum Reserve de Bandia. Für die 50km brauchen wir dank vieler Lastwagen, die fast mit Schritttempo die Hügel hoch kriechen gut 2 Stunden. Am Reservat angekommen beschließen wir die Laster stehen zu lassen und mit einem der dort verfügbaren Pickups in den Park zu fahren. Wir bekommen diesmal extrem viele Tiere zu sehen –  unter anderem  Antilopen, Büffel, Zebras, Giraffen, Straußen  und Nashörner. Bei den Nashörnern wird ausgestiegen und möglichst nah herangegangen – einem gefiel das gar nicht und es kam uns im Galopp viel näher als gewünscht. Wir dürfen vor dem Park-Gelände übernachten und so verbringen wir hier die Nacht.

 

11.1.2014 Reserve de Bandia – Lac Rose

72km / 6109km

Um 10 Uhr fahren wir zurück nach Kayar um dann auf der Strandpiste zum Lac Rose zu fahren. In Kayar am Strand ist gerade der Start zur Africa Eco Race – Rally voll im Gange. Wir lassen uns nicht beeindrucken und setzten unsere Fahrt fort und  werden ab und zu von den Rally-Teilnehmern überholt.  Gegen 12:30 erreichen wir den Lac Rose. Kaum angekommen werden wir von den fliegenden Händlern bedrängt – es wird gehandelt, getauscht und gefeilscht – schlimm nur dass man das, einmal angefangen,  fast nicht mehr abstellen konnte.

12.1.2014 Lac Rose – Diamma
264km / 6412km

Wir fahren gemütlich um halb elf los, unbehelligt von unseren neuen „Freunden“ vom Vortag.
Wir fahren die Strandpiste über Kayar bis Tioungoune und dann weiter über die Lanstraße bis St. Louis.
Hier füllen wir noch an einer Tankstelle die Wassertanks zu einem Nepp-Preis – aber wir brauchen vor Mauretanien unbedingt noch Brauchwasser.
Unterwegs gönnen wir den Lastern noch eine Wäsche, da diese nach der ganzen Strandfahrerei mit einer Salz-Sand-Kruste überzogen sind.
Der Polizist an der Brücke vor St. Louis macht ausnahmweise wieder mal einen Affen – in unseren passavents steht „Transit Gambia“ und das
wollte er zum Anlass nehmen mal wieder abzuzocken- er hat sich diesmal aber die falschen rausgesucht…..
Gegen 18 Uhr erreichen wir die Grenze. Der Zöllner, der uns die Passavent´s verkauft hat war richtig glücklich zu hören, dass alles problemlos geklappt hat
und bietet uns an am Grenzposten zu übernachten. Da es praktisch eh fast dunkel war nehmen wir dankend an.


13.1.2014 Diamma – Rkizz
164km / 6576km

Um 10 verlassen wir den senegalesichen Grenzposten und fahren über die Brücke zurück nach Mauretanien.
Die Formalitäten verlaufen problemlos und wir fahren die Damm-Piste bis Rosso und wollen von dort über Pisten eine Abkürzung direkt nach Aleg finden.
Die Alternative wäre über Nouakchott was einen Umweg von mindestens 500km bedeuten würde.
Wir finden den Einstieg zur Piste und übernachten bei Einbruch der Dunkelheit im Busch.

14.1.2014 RKizz – Magta Lahjar
272km / 6848km

Um 9:30 machen wir uns weiter auf die Piste und erreichen gegen 15:45 tatsächlich die Route d´ Espoir 20km vor Aleg.
In Aleg wird erst mal getankt, erfolglos ein funktionierender Geldautomat gesucht und dann weiter Richtung Osten gefahren.
Aus Sicherheitsgründen versuchen wir an einem Polizei-Posten zu übernachten – die zeigten sich jedoch allesamt unkooperativ und so fahren wir bei Einbruch der Dunkelheit von der Teerstraße ab in den Busch.

15.1.2014 Magta Lahjar – Matmata
188km / 7036km

Wir haben die Nacht trotz anfänglicher Bedenken ausgesprochen ruhig verbracht, Frühstücken noch gemütlich und machen uns dann auf den Weg nach Matmata, wo im Guelta noch einige der letzten Sahara-Krokodile leben sollen.
Hinter Sangrafa verlassen wir die Route d´Espoir Richtung Norden, überqueren nach Moudjera einen Pass mit traumhafter Aussicht über das darunter liegende Dünen-Meer und erreichen nach weiteren gut 30km Piste das Guelta von Matmata.
Wir fahren soweit es geht in den Flusslauf ein wo sich ein traumhafter Übernachtungsplatz bietet. Wir sind kaum angekommen, dann findet sich auch schon die Dorfjugend ein – total nette und unaufdringlich Menschen.
Wir machen noch einen kurzen Streifzug zu den umliegenden Tümpeln und treffen tatsächlich auf frische Krokodilspuren – es gibt sie also tatsächlich.

16.1.2014 Matmata – Piste Richtung Atar
78km / 7114km

Schon zum Frühstück haben wir wieder Besuch aus dem Dorf. Wir nehmen uns einen Führer und machen uns auf den Weg zu den Krokodilen.
Den Weg haben wir total unterschätzt – nach kurzer Zeit sehen wir das erste Krokodil – der weitere Weg geht über Felsbrocken gut 2km in das Guelta hinein,
an dessem Ende befindet sich ein See mit vielen Augen – die der Sahara-Krokodile. Der Rückweg ist natürlich genauso mühsam und so erreichen wir nach knapp 3h wieder die LKW´s.
Hätten wir gewusst dass der Weg dermassen beschwerlich ist wären wir wahrscheinlich früh morgens aufgebrochen und nicht erst zur Mittags-Hitze.
Trotzdem – es hat sich auf jedenfall gelohnt.

Nachdem wir wieder bei Kräften waren starten wir zur Piste über Bou Naga nach Atar – fast 500km Wüste.
Wir schaffen heute noch knapp 50km und finden wieder einen traumhaften Übernachtungsplatz an einem See.

17.1.2014 Piste Richtung Atar
63km / 7177km

Wir fahren die Piste weiter Richtung Atar, es geht teilweise nur im Schrittempo voran, die schnellen Passagen lassen 25-30km/h zu.
Wir kommen zu einem Feld mit kleinen, miesen, bewachsenen Buckeldünen und ich setze den Magirus in ein Weichsandfeld.
Wir brauchen zu viert 4 Stunden und alles was wir an Bergematerial dabei haben um den LKW wieder flott zu kriegen – natürlich, wie soll es anders sein – wieder in der Mittagshitze.
Wir schaffen an diesem Tag ganze 63km.
Neben der Piste stellen wir uns zum Übernachten in die Dünen – nach kurzer Zeit kommt ein Pickup heran – wir können in der Dunkelheit nur 2 Turban-Träger auf der Ladefläche ausmachen,
die Machete liegt schon griffbereit hinter der Kabinentür – da gibt sich der Fahrer als Gendarmerie zu erkennen – der war einfach nur besorgt dass wir evtl. ein Problem hätten – also Entwarnung –
aber trotzdem ein gewaltiger Schreck in der Abendstunde.

18.1.2014 Piste Abbruch und zurück bis Aleg
340km / 7517km

Wir rechnen nach und beschliessen die Route zu ändern, da nicht abzuschätzen ist wie lange wir für die Piste bis Atar brauchen würden.
Die großen Dünenfelder stehen noch bevor und bei aktuellem Tempo würden uns die kalkulierten 4-5 Tage nicht ausreichen –
also Piste zurück bis zur Hauptstraße und dann auf Asphalt bis Atar – fast 1000km.
Die Alternative Route über Tidjikdja wären ca. 400km und steinige und holperige Piste – wir machen keine Experimente und nehmen die Asphalt-Route,
da wir in und um Atar noch einige Tage verbringen wollen.
Die Rückfahrt auf der Piste geht unerwartet schnell und so schaffen wir es an diesem Tag noch bis kurz hinter Aleg.
Wir fahren von der Hauptstraße in eine Piste ein und suchen bei Dunkelheit einen Übernachtungsplatz im Busch.

19.1.2014 Aleg – Atar
687km / 8204km

Wir starten um 8:30 Uhr und fahren über Nouakchott, Akjut bis Atar.
Wir erreichen Atar bei Dunkelheit – gut dass wir GPS-Aufzeichnungen von 2007 haben und so ohne Probleme
den Canpingplatz Bab Sahara finden.

20.1.2014 Atar – Zarga
67km / 8271km

Wir planen unser weiteres Vorgehen füllen Wasser und Diesel auf und starten gegen 14:00 Uhr Richtung Chinguetti.
Wir wollen Chinguetti nicht von der Hauptpiste aus anfahren, sondern über Zarga und dann weiter durch die Dünen bis Chinguetti.
Gegen 18 Uhr übernachten wir in den Dünen.

21.1.2014 Chinguetti – Atar
133km / 8404km

Nach dem Früchstück geht es weiter durch die Dünen bis Chinguetti.
Wir erreichen die heilige Stadt des Islam gegen 13 Uhr.
Wir wollen die ALtstadt und die Bibliothek besuchen und so suchen wir einen Führer.
Per Zufall geraten wir and den einzigen englisch sprechenden Guide in der Stadt und so steht einer
Führung nichts mehr im Wege. Wir sehen die Moschee mit den 4 Straußen-Eiern auf dem Minarett und bekommen Einblick in die berühmte
Bibliothek – dort werden über 1000 Jahre alte Bücher und Manuskripte der arabischen Welt aufbewahrt und von Generation zu Generation weitergegeben.
Einfach beeindruckend!

Wir fahren die Hauptpiste zurück nach Atar – auf halbem Weg fahren wir noch zu einem Aussichtspunkt auf den alten Amogjahr-Pass, diesen wollten wir 2007 mit dem LKW befahren,
mussten jedoch 2 Kehren vor Schluss wegen zu schmaler Piste umkehren – jetzt können wir die 2 letzten Kehren sehen und die Stelle an der wir 2007 abbrachen.

Wir übernachten in Atar wieder bei Just und Cora auf dem Bab Sahara.

22.1.2014 Atar – Passe de Tiffojahr
96km / 8500km

Gerda und Torsten gönnen sich 2 Ruhetage auf dem Campingplatz.
Wir wollen über das Valle Blanche den Tiffojahr-Pass und dann am Erg Amatlich vorbei zurück nach Atar fahren.
Wir starten gegen halb 12 und erreichen gegen 14 Uhr den Einstieg zum Pass. Durch Weichsand geht es hinauf bis zur letzten Düne.
Dort enden die Spuren – es ist wohl schon einige Jahre dort keiner mehr gefahren und große Felsbrocken versperren den Weg.
Statt dessen geht eine steile sandige Spur direkt auf´s Hochplateau – Christa checkt den Weg ab und wir beschließen es zu versuchen.
Mit allen Sprren und im 1. Gang mit Untersetzung kriechen wir ohne Probleme hinauf.
Wir fahren auf sandiger Piste weiter – die Piste wird zunehmend steiniger und extrem holprig so dass wir wieder Luft in die Reifen füllen müssen.
Nach einigen km sind große Dünenfelder zu sehen und die Piste verläuft dann wieder weniger nervtötend im Sand.
Gegen 18:00 suchen wir uns einen Nachtplatz in den Dünen.

23.1.2014 zurück nach Atar
278km / 8778km

Nach einer entspannten Nacht in den Dünen teste ich nach dem Früstück noch den Quadrocopter um ein paar Luftaufnahmen von den Dünen zu bekommen.
Wir starten gegen 9:30 Uhr, die Piste folgt einem Flussbett, leider immer weiter südlich und nicht Richtung Westen zur Hauptstraße.
Als sie dann komplett abdreht müssen wir einen anderen Weg suchen. Wir hatten einen Track von 2004, dieser führt jedoch direkt in einen Erg – das war uns mit nur einem LKW zu riskant, also
versuchen wir den Erg am Nordrand zu umfahren, das gelingt auch und wir stoßen auf weitere Fahrspuren.
Auch der Kurs passt wieder und so folgen wir den Spuren. Am Horizont sehen wir ein großes Dünenfeld und hoffen dass die Spuren auch um diese herum führen.
Doch weit gefehlt – die Spuren führen direkt in den Erg. Wir versuchen unser Glück und stellen fest dass der Sand super trägt und so schrauben wir uns bis zu den höchsten Dünen hinauf.
Nach dem Dünenfeld geht es ca. 40km über eine Ebene und wir erreichen die Hauptstraße ca. 25km hinter Akjout. Bis Atar sind es noch 150km Straße.
Wir erreichen Atar gegen halb 6.

24.1.2014 Eisenbahnpiste Richtung Nouadhibou
158km / 8936km

Wir verabschieden uns von Cora und Justus und starten gegen 10 Uhr Richtung Nouadhibou.
Wir haben für die gut 500km Piste rund 2 Tage veranschlagt.
Die ersten 120km Richtung Choum erweisen sich als materialmordende Rüttelpiste, am Magirus muss auch auf halber Strecke eine durchgerüttelete Druckluftleitung geflickt werden. Gegen 15 Uhr erreichen wir Choum, von dort geht es westwärts an der Eisenbahnlinie entlang. Wir folgen unserer GPS-Aufzeichnung von 2007, jedoch führen uns aktuelle Spuren etwa 2km weiter südlich. Als die Piste zu sehr vom Kurs abweicht fahren wir in ein großes Dünenfeld ein. Nach ca. 2 km bemerke ich ein unangenehmes Knacken am Magirus – im tiefen Inneren denke ich dabei an nichts Gutes und vermeide größere Gewaltaktionen die Dünen hinauf. Als ein Weichsandfeld zum Umkehren zwingt geht es den nächsten Anstieg nur mit voller Leistung hinauf und das Knacken hört mit einem lauten Knall auf – die vordere Gelenkwelle hat sich verabschiedet – der Magirus steht nun nur mit Hinterradantrieb auf halber Höhe in einer tiefsandigen Düne – es geht weder vor, noch zurück und wir haben uns bis zu den Achsen eingegraben.
Die Uhr zeigt halb sechs, wir stecken 2km tief in den Dünen – und das ohne Allrad mit 8t LKW – besser kann´s kaum kommen.
Torsten kommt mit dem Mercedes auf eine feste Anhöhe, wir beginnen erst mal zu graben, bauen die vordere Kardanwelle aus um nicht noch mehr Schaden anzurichten und versuchen mit der Winde und den angetriebenen Hinterrädern das Fahrzeug zu bewegen – man glaubt es kaum, aber es rührt sich tatsächlich was….
Wir treiben die Aktion noch soweit voran dass wir die Nacht in einer einigermaßen waagerechten Position verbringen können.
Gegen 21:30 Uhr machen wir Feierabend.
Unser Zeitplan ist damit wohl etwas durcheinander….

25.1.2014 Raus aus den Dünen
6km / 8942km

In der Nacht gehen mir einige Dinge durch den Kopf, immerhin müssen wir den Magirus ohne Allradantrieb aus den Dünen bringen und das Fahrzeug soweit modifizieren dass wir, ohne noch mehr Schaden anzurichten, weiterfahren können.
Torsten hatte wohl die gleichen Gedanken und so beschließen wir die 2km durch die Dünen zurück zu versuchen und dann auf festem Boden die Reparatur durchzuführen. Zu allem Überfluss hat in der Nacht noch ein Sandsturm eingesetzt.
Zuerst müssen noch einige Sandblech-Längen mit Hilfe der Winde zurückgelegt werden, um wieder auf festen Sand zu gelangen. Ich lasse die Luft auf unter 1 Bar aus den Reifen, Torsten fährt voraus um eine einigermaßen feste Spur zu finden und so gelingt es uns, nur mit Hinterradantrieb, den Magirus aus den Dünen zu fahren.
Die Reste der gebrochenen Gelenkwelle schlagen und scharren unkontrolliert herum – an schnelleres Fahren ist nicht dran zu denken – das Teil muss raus.
Wir suchen uns einen geschützten Platz zwischen den Büschen und beginnen unsere Arbeit – die gesamte Nabe muss zerlegt werden um die Gelenkwelle heraus zu bekommen – und der Sandsturm tobt immer weiter. Beim Zerlegen stellen wir fest dass am oberen Achsschenkelllager ein Gleitring zerbröselt ist, da muss also auch noch etwas improvisiert werden.
Gegen halb fünf sind wir so weit dass wir das Ganze wieder zusammenbauen können und sind dann doch schon um halb sieben fertig.
Der Sandsturm tobt immer noch.

26.1.2014 weiter die Eisnbahnpiste
241km / 9183km

Wir kommen um halb neun los, wir fahren gegen Norden bis zur Eisenbahnline und von dort am Bahndamm entlang Richtung Westen. Die Piste ist durch den Sandsturm immer wieder verweht und teilweise kaum zu erkennen. Sie führt anfangs immer wieder durch Sandfelder – dank Hinterradantrieb bleibt der Magirus in einem Weichsandfeld stecken – wir hängen uns kurz an den Benz und kommen gleich wieder frei. So geht es weiter bis wir in einem weitern tückischen Fesch Fesch-Feld versinken. Die Hinterachse sinkt ab und wir stecken nun richtig tief im weichen Sand – das sieht wieder nach richtig Arbeit aus.
Die Besatzung eines auf den Bahngleisen fahrenden LKW´s kommt uns gleich zu Hilfe – die waren zu dritt unterwegs – ein Fahrer und wie es den Anschein hatte,, 2 „Schaufler“.
Als es nur mit graben und Sandblechen aussichtslos war spannen wir wieder den Mercedes davor und ziehen uns mit der Winde auf die Sandbleche – so geht es Blechlänge um Blechlänge langsam voran.
Und der Sandsturm tobt weiter….
Irgendwann war dann einigermaßen fester Boden erreicht und wir konnten den Magirus mit Schwung auf sicheres Terrain bringen.
Wir bedanken uns bei unseren Helfern mit Tee und Handschuhen, eigentlich wollten sie erst gar nichts nehmen für fast 2h schwerer Arbeit.
Da die Sandfelder kein Ende nehmen setzen wir unsere Fahrt auf dem Bahndamm fort – zwar fester Untergrund aber furchtbare Hoppelei – zu große Löcher um schnell genug fahren zu können, dass man die Bahnschwellen nicht mehr spürt – also schlimmer als jede Wellblechpiste.
Irgendwann sieht die daneben laufende Piste wieder befahrbar aus und wir verlassen bei Inan wieder den Bahndamm.
110km vor Bau Lanouar suchen wir uns einen Nachtplatz neben der Piste.

27.1.2014 bis Motel Barbas
260km / 9443km

Wir starten heute um 8 Uhr und die Hoffnung ist, vor der Mittagspause die Grenze zu erreichen. Es sind noch 110km Hoppel-Piste vor uns und dann noch 50km Asphalt bis zur Grenze.
Wir erreichen die Straße um 12 Uhr und sind dann gegen 12:45 an der Grenze.
Die Formalitäten auf der Mauretanischen Seite sind in 30 Minuten erledigt – es gab noch eine kurze Diskussion, da wir unser Zollpapier um 4 Tage überzogen hatten, das war aber in 5 Minuten und ohne Bakschisch geklärt.

Dann kam die Einreise nach Marokko – wir dachten bis dahin sehr gut in der Zeit zu liegen.
Natürlich war mal wieder eine der tollen Rally´s an der Grenze und entsprechend war der Andrang und das Personal wahrscheinlich auch entsprechend gestresst.
Gendarmerie und Police gingen sehr schnell – jetzt kam der Zoll.
Wir gehen ins Büro und haben den Beamten bei was auch immer gestört – er nahm sich Torsten´s LKW sehr genau an.
Ich hatte einen jüngeren, dessen größte Sorge war dass man keinen Alkohol aus Mauretanien einschmuggelt 🙂 🙂 🙂
War aber eigentlich schon alles klar, dann ab ins Büro zum Papierkram erledigen – der kannte den Fahrzeugschein nicht,
und wusste eigentlich auch nicht was für ein Papier er haben wollte – am liebsten einen marokkanischen – den hätte er wohl gewusst wie er aussieht.
Zwischenzeitlich hat Torsten´s „Freund“ die Machete entdeckt und beschlagnahmt – jetzt musste natürlich weiter gesucht und irgendwas gefunden werden. Es musste dann auch bei mir noch mal kontrolliert werden, plötzlich waren die Funkgeräte ein riesen Problem usw.
Nachdem die LKW´s dann endlich durch den Röntgenscanner waren durften wir nach 3h weiter ziehen.
Wir tanken nach der Grenze wieder billigen Diesel und fahren noch weiter bis zum Motel Barbas.

28.1.2014 Motel Barbas – Boujdour
558km / 10001km

Abfahrt ist kurz nach 8:00 Uhr weiter Richtung Dakhla und weiter bis Boujdour.Es ist regnerisch und windig. Auße das sich die geflickte Druckluftleitung wieder verabschiedet gibt´s keine weiteren Probleme. Gegen 17:00 Uhr erreichen wir Boujdour. Hier füllen wir nochmals unsere Vorräte auf (Geld, Diesel,Gemüse, etc.)und übernachten dort auf dem Campingplatz. Da wir gerade vor dem Kamelmetzger geparkt haben, mußten wir unbedingt ein Kamelsteak mitnehmen. Es gab dann leckere Spiesschen vom Grill.

29.1.2014 Boujdour – Gouelmim
606km / 10607km

Boujdour verlassen wir um halb Neun und fahren weiter Richtung Laayoon und füllen dort nochmal alle Tanks mit Diesel bevor wir weiter fahren über Tan Tan bis kurz vor Guelmim. Kurz nach Sidi Akhfinnir machen wir beim „Großen Loch“ einen Zwischenstopp. Plötzlich fängt es fürchterlich an zu stürmen und regnen. Wir schauen, dass wir weiter kommen, der Laster ist bei dem Sturm kaum auf der Straße zu halten. Wir werden vom schlechten Wetter verfolgt und steuern bei Einbruch der Dunkelheit kurz vor Guelmim eine Auberge an.

30.1.2014 Guelmim – Marrakech
464km / 11071km

Wir verlassen die Auberge kurz nach 8:00 Uhr und hoffen um 17:00 Uhr in Marrakech zu sein. Hinter Tiznit ist die Straße recht gut ausgebaut. Wir überholen mehrere LKW´s plötzlich feht der Mercedes im Rückspiegel. Wir fahren rechts ran und warten. Als sich auch nach 10 Minuten nicht´s tut, suchen wir eine Wendemöglichkeit und fahren zurück. Nach 2-3 km steht der Mercedes am Straßenrand und Torsten liegt darunter. Die Diagnose ist einfach, das linke Vorderrad ist platt. Wir beschließen an Ort und Stelle einen neuen Schlauch einzuziehen, und fast in Formel 1-Tempo sind wir in 1 1/2 Stunden wieder startklar. Pünktlich zum Rush-hour erreichen wir Marrakech. Es geht bei Dunkelheit durch das Getümmel bis wir gegen 19:00 Uhr unseren bekannten Übernachtungsplatz mitten in der Stadt erreichen. Wir machen noch einen Bummel durch den Souk und den Place Djamâa El-Fna und essen hervorragend in einer der Garküchen.

31.1.2014 Marrakech – ALgeciras
699km / 11770km

Am nächten Morgen wimmelt der ganze Platz nur so von Polizisten und Polizeifahrzeugen und so kommen wir mit einer halben Stunde Verspätung los. Wir verlassen Marrakech und fahren auf der Autobahn über Casablanca und Rabatt nach Tanger med. Da die Fähre eh erst um 22:00 Uhr abfährt, erlauben wir uns einen Zwischenstopp in Asilah zu machen. Wir machen einen Bummel durch die Altstadt und testen eines der Restaurant´s. Das Essen war preislich im Rahmen ist aber weder im Geschmack noch in der Qualität zu empfehlen.Wir machen uns um 19:00 Uhr weiter auf den Weg zum Hafen. Um halb neun erreichen wir die Einfahrt des Hafengeländes. Die Zehn-Uhr-Fähre geht erst um Zwölf und hat noch eine Stunde Verspätung so erreichen wir Algeciras erst um 2:00 Uhr morgens. Da die Spanier die Spur für EU-Bürger eingespart haben, sind wir dann doch schon nach 1 1/2 Stunden aus dem Hafengelände. Nicht auszudenken wie lange man steht, wenn mehr als 10 Autos vor einen sind. Der Parkplatz am Hafengelände bleibt wegen Wucherpreisen für uns geschlossen und so fahren wir noch einige Kilometer Autobahn und übernachten an der 1. Tankstelle.
1.2.2014 Algeciras – Valladolid
783km / 12553km

Nach 4 Stunden Schlaf geht´s um 9:00 Uhr weiter Richtung Heimat. Wir fahren über Sevilla nach Caceres und erledigen wie üblich im Carrefour unsere Einkäufe. Es geht weiter über Salamanca bis kurz nach Valladolid und wir übernachten bei einer Tankstelle.